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Ulsenheim

Aus der Kirchengeschichte

Aus dem Dunkel der Geschichte tritt Ulsenheim erstmals in Urkunden aus den Jahren 1094 (Altun von Ulsenheim schenkt seinen Hof, den Gunthardshof, dem Kloster Michelsberg bei Bamberg) und 1171 als ein Marcolfus von Ulsenheim als Zeuge genannt wird. Und 1242 vermachen der Edelfreie Marcolfus de Wyelberg den Zehnt und Marcholfus de Ulsenheim den Zehnt und seine Güter zu Ulsenheim dem Kloster St. Markus in Würzburg. Letzterer trat später dem Deutschorden bei, seine Mutter Adelheid und seine beiden Schwestern Hedwig und Gertrud sind in das genannte Kloster in der Pleichacher Vorstadt von Würzburg eingetreten. (Das Kloster wurde 1803 säkularisiert, Gebäude und Grundstück verkauft. Heute finden wir dort ein Seniorenheim und Teile der Zahnklinik der Universität Würzburg.) Das erste Gotteshaus dürfte im 12./13 Jahrhundert errichtet worden sein, denn im Jahr 1303 ist uns mit Ludwig von Tannenberg der erste Geistliche namentlich überliefert. Aus Urkunden beim Dekanat Windsheim werden 1405 Ludwig Hulgwer und 1465 Heinrich Huber als Pfarrer bzw. Priester von Ulsenheim genannt. Von 1517 bis 1530 war Jakob Leuchsner aus Windsheim Pfarrer in Ulsenheim. In seine Amtszeit fiel die Reformation am 28.09.1528. Bis dahin hatten die Herren von St. Burkhard in Würzburg das Patronatsrecht für Ulsenheim. Nach Annahme der Lehre Luthers kam es unter Berufung auf dieses Patronatsrecht immer wieder auch nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 - zu Versuchen bei Vakanzen einen katholischen Geistlichen einzusetzen. Selbst noch 200 Jahre später - wie uns Pfarrer Schmidt in seinem Tagebuch für 1726 berichtet - war solches zu befürchten. So kam es, dass die Pfarrstelle nie verwaist war, ja man ernannte den Nachfolger bereits vor einem Wechsel um ja keine Vakanz entstehen zu lassen. So blieb die evangelische Lehre unter dem Schutz des Landesherrn ohne Unterbrechung erhalten.
Das in den Jahren 1728/29 errichtete Gotteshaus wurde 1945 bis auf die Grundmauern eingeäschert. Auch die letzte noch verbliebene Glocke schmolz in der Feuersglut. Ihr Torso erinnert uns als Mahnmal vor der in den Jahren 1949/50 wieder errichteten Kirche an diese Tage der Zerstörung und des Grauens.

k_ulsenh_m.jpgSt. Jakobuskirche d.Ä., Ulsenheim

Die heutige Kirche wurde auf den Grundmauern von 1728 rekonstruiert. Gestühl, Taufstein und Kanzel sind neu, letztere wurden von dem Bildschnitzer Joseph Traxler aus Kapsdorf in den Jahren 1950 und 1956 geschaffen, auf dem Deckel des Taufsteins Jesu Taufe im Jordan, an den Seiten der Kanzel die vier Evangelisten und auf dem Schalldeckel der aus dem Grab erstandene Herr. Der Barockaltar aus dem Jahr 1705 mit dem Bild ‘Ausgießung des Heiligen Geistes’ ist ein Werk des flämischen Malers Peter Franz Tassaert (1663 - 1735). Der Altar stand bis 1931 in der Spitalkirche in Windsheim. Er wurde ersetzt als man Gelegenheit hatte einen Altar aus der Werkstatt der Windsheimer Bildschnitzerfamilie Brenck zu erwerben, der ursprünglich für die Heilig-Kreuz– Kirche in Ansbach gefertigt war. Bildschnitzerfamilie Brenck zu erwerben, der ursprünglich für die Heilig-Kreuz-Kirche in Ansbach gefertigt war.
Die Orgel, opus 240 des Öttinger Orgelbauers Steinmeyer, wurde 1883 für die St. Veitskirche zu Erbendorf/Opf. erbaut. Diese Kirche verfiel im Laufe dieses Jahrhunderts und wurde schließlich 1950 zu einem Wohnhaus umgebaut. Altar und Kanzel bekam die katholische Kirche in Thumsenreuth. Die Orgel konnte die Kirchengemeinde Ulsenheim erwerben.Die ältesten Stücke jedoch sind wohl die vom Glockenfriedhof Hamburg 1949 zurückgekehrte Glocke aus dem Jahre 1440 (magister conradus gnoczhammer me fusit) und ein Kruzifixus, der                                                                                                                                                          noch aus der ersten Kirche stammen dürfte. Heute hängt er an der Südwand der Kirche und spannt seine rettenden Arme über die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde aus.  

Herbolzheim

k_herbolzh.jpgAus der Kirchengeschichte

Herbolzheim ist wohl die älteste Frankengründung des oberen Ehegrundes. Als letzten Zeugen früher Siedlungs- und Befestigungstätigkeit finden wir am östlichen Ortsausgang Richtung Krautostheim, südlich der Hauptstraße einen frühmittelalterlichen Turmhügel, der einst von einem Wassergraben umgeben war. Bei Gliederung der Diözese Würzburg im Jahre 1298 wird Herbolzheim als Urpfarrei des Ehegrundes genannt, deren Sprengel seit etwa 1000 die Tochterkirchen in Humprechtsau, Rüdisbronn, Ullstadt, Krautostheim, Ingolstadt, Krassolzheim, Kottenheim und Nordheim umfaßte, bis diese zu selbständigen Pfarreien erhoben wurden.  

Michaelskirche Herbolzheim

Im 11. Jahrhundert dürfte die erste Kirche in Herbolzheim errichtet worden sein. Die Lehre Luthers wurde um die Mitte des 16. Jahrhunderts übernommen, denn bereits 1562 wird eine evang. Pfarrei genannt. Der spätere Kampf der evang.- luth. Gemeinde um Anerkennung, der vor allem bei Pfarrstellenneubesetzung immer wieder akut wurde, endete 1794 mit einem Vergleich. Man einigte sich, dass das Simultaneum (=Benutzung der Kirche durch beide Konfessionen) beendet und für die katholischen Gläubigen gemeinsam eine eigene Kirche erbaut wird (1795-1798, Patron: ebenfalls St. Michael). Für den evang. Pfarrer wurde vom Haus Schwarzenberg ein Zehntspeicher um 350 fl. erworben und für weitere 1570 fl. zum Pfarrhaus umgebaut. Im April 1945 wurde das Dorf zu über 90% zerstört. Auch die Kirche brannte bis auf die Grundmauern ab - lediglich der Chorbogen mit den Worten „Ein feste Burg ist unser Gott“ blieb stehen. Die wiederaufgebaute Kirche wurde am 10.04.1950 (Ostermontag) durch Kreisdekan OKR Koch feierlich geweiht.  
           
Die neue Orgel für die St. Michaelskirche in Herbolzheim wurde 1997 als Opus 614 von der Orgelbauwerkstatt Eule, Bautzen gebaut. Es vereinigen sich 714 klingende Pfeiffen aus Zinn, Kiefer und Birnbaum in 9 klingenden Registern und 3 Registerauszügen zu einer großen Klangvielfalt.
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Uttenhofen

Aus der Kirchengeschichte

Nach Fuchshuber (Historisches Ortsnamenbuch Uffenheim 1982) findet sich der erste urkundliche Hinweis auf Uttenhofen in einem Urbarfragment des Klosters Heilsbronn aus der 12. Jahrhundert (Otelenhouen). Auch in späteren Urkunden, die das Kloster Heilsbronn betreffen, wird Uttenhofen genannt (1182, 1206, 1311).Im Jahre 1340 wird Uttenhofen zusammen mit den Gersthöfen erwähnt, einer abgegangenen Siedlung östlich von Uttenhofen und südlich von Ulsenheim. Nur etwa 1 km nordöstlich von Uttenhofen, am sogenannten Hämmelsteig, wo sich die Straße von Marktbreit - Bullenheim - Weigenheim nach Windsheim und zur Gollach kreuzen, stand ein Zollhaus, das bereits 1449 bezeugt ist (Hans Dürr ist würzburgischer Zöllner zum Hemelsteg). Dort wurde sowohl für den Würzburger Bischof als auch für den Ansbacher Markgrafen bis 1807, als das Land an Bayern fiel, Zoll eingehoben. Die Gemeinde ließ das Zollhaus im Jahre 1919 abbrechen und mit den Steinen ein Wohnhaus für den Gemeindediener bauen. Heute erinnert an das Zollhaus nur noch der Flurname und vielleicht das Zollernerwappen, das an der Orgelempore in der Kirche hängt.
 

Matthäuskirche Uttenhofenk_uttenh.jpg

Bereits in vorreformatiorscher Zeit stand in Uttenhofen eine Kirche. Das Patronatsrecht lag beim Domkapitel in Würzburg. Die Pfarrei war bis zum 30jährigen Krieg selbständig. Die Reihe der Amtsinhaber lässt sich seit der Reformation von1528 (Georg Pecher) bis 1636 (Georg Engelhardt) lückenlos nachweisen.

Durch die Wirren des Krieges wurden die Dörfer immer mehr entvölkert, so daß die Pfarrstelle ab 1636 unbesetzt blieb. Um dem Pfarrer in Ulsenheim, der von seiner Pfründe mehr schlecht als recht leben konnte (Pfr. Küfner war 1638 im Hunger verschmachtet, nachdem Weib und Kinder kurz vorher an Hunger und Kälte gestorben waren) ein Auskommen zu sichern, wurde Uttenhofen im Jahre 1654 dem dortigen Pfarrer übertragen. Dieses Filialverhältnis mit Ulsenheim hat sich bis heute erhalten.

Die Kirche ist die einzige im ehemaligen Landkreis Uffenheim, die dem Evangelisten Matthäus geweiht war. Sie wurde im Jahre 1703 erbaut. Statt eines Turmes trägt sie einen Dachreiter. Von hier ruft eine jüngere Glocke, die 1952 angeschafft wurde, mit ihrer älteren Schwester aus dem 15. Jahrhundert die Gemeinde zu Gebet und Gottesdienst. Die ältere Glocke stammt aus der Nürnberger Gießhütte der Familie Glockengiesser (1475 - 1525), sie ist ein Hinweis darauf, dass der heutige Kirchenbau bereits einen Vorläufer gehabt haben muss.
Altar und Kanzel sowie Gestühl sind kurz nach 1700 vermutlich von Handwerkern der näheren Umgebung gefertigt worden. Die Orgel dürfte um 1750 gebaut worden sein. Sie gehört wohl zu den ältesten Orgelwerken des Dekanats. Aus den Archivalien wissen wir, dass sie im Laufe ihres Lebens wiederholt renoviert wurde, so 1868, als der ledige Bauer Paulus Krämer hierfür 200 (!) Gulden gestiftet hatte. Im Jahre 1990 stand sie anlässlich eines Orgelkonzertes im Rahmen des „Fränkischen Sommer“ im Mittelpunkt des Interesses. Auch existiert eine Schallplattenaufnahme klassischer Orgelmusik mit Prof. Werner Jacob, die dieser an historischen Orgeln in Mittelfranken u.a. in Uttenhofen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk eingespielt hat.
Die Gemeinde hat im Laufe der Jahrhunderte ihre Kirche wiederholt renoviert. In den Jahren 1985/86, als unter tatkräftiger Mithilfe aller Bürger Fußboden und Außenmauern mit einer Feuchtigkeitssperre versehen wurden. Im Jahr 2002 wurde Kirche und Leichenhalle von außen renoviert, die Kirchhofmauer wurde saniert.