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Neuer Wein Gottesdienst PDF Drucken E-Mail
nwlogo2_165_x_118.jpgJesus Christus sagt: Neuer Wein gehört in neue Schläuche. So verlangt das neue Leben nach neuen Ordnungen. Markusevangelium 2,22 
Das Neue Wein team 
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Dank dieser Menschen gibt es in der Pfarrei UHU einen so genannten Zweitgottesdienst. 

Seit dem 28. Mai 1995 gibt es in der Pfarrei Ulsenheim den Neuen Wein Gottesdienst. Viele Menschen können mit dem traditionellen Sonntagvormittagsgottesdienst nicht so viel anfangen, deshalb wurde von den Kirchenvorständen der drei Gemeinden Ulsenheim, Herbolzheim und Uttenhofen dieser Gottesdienst in einer anderen Form initiiert. Vor allem möchten wir Menschen ansprechen, die auf der Suche sind nach einer Beziehung zu Gott, aber abgesättigt sind mit dem, wie sich Christsein für sie bisher dargestellt hat oder Schwierigkeiten haben mit Gottes Bodenpersonal und der Gestalt von Kirche. Unsere Gottesdienste sind offen und ehrlich; die Zweifel und Fragen der Menschen kommen zur Sprache. Wir mö01_gottesdienst_im_pfarrgarden_600_x_450.jpgchten neue Wege anbieten, wie wir unser Christsein heute leben können.Nach einer kurzen kreativen Pause nach 10 Jahren haben sich drei Teams entwickelt, die sich um familienfreundliche Gottesdienste, den „klassischen“ Neuen Wein Gottesdienst und Gottesdienste unter offenem Himmel kümmern.

 Wie alles begann

Im Frühjahr 1995 wurde im Kirchenvorstand unserer Pfarrei angeregt einen Gottesdienst für Jugendliche zu initiieren. Daraufhin bildete sich ein kleines Team aus Kirchen-vorstehern und Interessierten Mitte 20- Anfang 30 jährigen, die sich gemeinsam nach Giengen zu einer Gemeindeaufbaureise auf den Weg machten. Dort erfuhren wir, wie der Oase-Gottesdienst „funktioniert“. Manche Anregung nahmen wir von Jörg Knoblauch mit nach Hause und bastelten diese mit anderen von ersten Begegnungen mit Bill Hybles von der Willow Creek Community Chruch (Chikago) und dem ersten Logo der New Wine Conference aus England zusammen. Dann fand in Uttenhofen am 28. Mai 1995 der erste Neue Wein Gottesdienst statt. Wir sangen das Lied: „Weinstock bist Du“ und sahen ein Theaterstück zum Thema - Neuer Wein gehört in neue SchläucheSeitdem hat sich viel geändert...Unsere Zielgruppe sind die 20 — 40 Ende jährigen. Für die Jugendlichen ist die Musik, die unsere Band macht nicht poppig genug. Aber dafür gibt es bei uns seit April 1999 den “Windows to Heaven“ Jugendgottesdienst. Und wir spielen so alte Songs wie „dust in the wind“.Das Logo hat uns die Ulsenheimerin Conny Grimm gezeichnet, die sich auch mit  um die Theaterstücke kümmert, die wir auf gute fränkische Weise umsetzen und auch selber entwickeln.Was geblieben ist, dass wir in den drei zur Pfarrei Ulsenheim gehörenden Gemeinden unterwegs sind. Neben diesem klassischen Neuen Wein Gottesdienst gibt es noch zwei Teams, die sich um Freiluftgottesdienste und Familiengottesdienste kümmern.Dann sind wir am 6. Januar unterm Sternenzelt versammelt und Tanzen miteinander zu Kerzenschein. Oder die Jungschar studiert ein Musical ein, oder wir feiern familienfreundlich Pfingsten.   
Der Ablauf
Die Gottesdienst finden momentan 4 mal im Jahr in den Kirchen der Pfarrei Ulsenheim, jeweils am Sonntagabend um 20.00 Uhr statt. Wenn Du in die Kirche kommst, begrüßt Dich ein freundlicher Mensch. Manchmal haben wir ein Infopapier zum Gottesdienst, in dem Hinweise zum Ablauf und einige Predigtgedanken stehen. Wer möchte, bekommt ein leeres Blatt und einen Stift in die Hand gedrückt, um ein Gebetsanliegen zu formulieren. Die Zettel werden im Laufe des Gottesdienstes eingesammelt, sortiert und dann vorgelesen. Zu Beginn des Gottesdienstes folgt die Buchvorstellung. Damit verbunden ist eine kreative, witzige Einführung in das Thema des Gottesdienstes. Eine Band spielt einige moderne Lieder und lädt zum Mitsingen ein. Inzwischen ist es so, dass wir mit den Liedern Gott loben. Die Liedtexte werden auf eine Leinwand projiziert, so dass jeder, der es möchte, mitsingen kann. Die Gottesdienste haben immer ein Thema und dazu erlebst Du meist ein Theaterstück, das jeweils von Gemeindegliedern auf ganz stimmige, fränkische Art aufgeführt wird. In der folgenden Ansprache wird dann das Thema behandelt und nach konkreten Umsetzungsmöglichkeiten für unser Leben gesucht. Nach einigen Lobpreisliedern folgen dann die Fürbitten, auf die die Gemeinde jeweils mit „Herr erbarme dich“ antwortet. Dann folgen ein Vaterunserlied und der Segen.Das Ende des Gottesdienstes beendet noch lange nicht den Abend. Hinterher treffen wir uns zu Gesprächen bei Wasser und Wein im Gemeindehaus, oder einer örtlichen Gastwirtschaft. Dazu sind alle Gäste unseres Gottesdienstes eingeladen. Wer möchte, kann sich in der Kirche noch am Büchertisch umschauen, oder sich mit den Leuten vom Team unterhalten. Wer will, kann die Hilfe und Nähe Gottes auch noch der Salbung zugesprochen bekommen. Daneben gibt es  wie schon gesagt Familien und Freiluftgottesdienste 

Musik

Eine kleine Band in der Grundbesetzung Piano/Keyboard, 2 x Gitarre, 6 x Gesang, Perkussion spielt vorne die Lieder zum Mitsingen. Viele der Lieder kommen aus dem Lobpreisbereich, oder sind speziell für Gottesdienste für Suchende geschaffen worden. Wir achten darauf, dass nicht zu viele englische Lieder gesungen werden. Inzwischen haben wir ca. 80 Lieder, die immer mal wieder gespielt werden. Wir versuchen in jedem Gottesdienst ein neues Lied mit den Gästen zu lernen. Die Band trifft sich 2-3 mal vor dem Gottesdienst um neue Lieder zu lernen, bzw. alte aufzufrischen. Wir verzichten bewusst auf ein Schlagzeug, da dies in den kleinen Dorf-Kirchen leicht zu Soundproblemen führt und den technischen Aufwand zusätzlich erhöht. Wir achten darauf, dass die Lieder gut geeignet sind zum Mitsingen.Dadurch, dass wir zwei größere Liedblöcke mit 3-4 Liedern in jedem Gottesdienst haben, kann sich auch eine gewisse Stimmung aufbauen, die die Gäste als sehr wohltuend empfinden. Ein kurzes Gebet, oder eine Schriftlesung führen so den ehr getragenen Charakter des Gottesdienstes fort.Die Band Heidi, Tanja, Gisela, Gabi, Christina, Klaus Wir versuchen ein, oder mehr zum Thema passende Lieder zu finden. Dies wirkt vertiefend. 

Theater

Zu Beginn unseres Neuen Wein Gottesdienstes haben wir die ungefähr 5-8 Minuten langen Theaterstücke von Willow Creek (erschienen im Projektion J-Verlag) eingekauft. Inzwischen sind wir dazu übergegangen uns zuerst zu überlegen, welches Thema dran ist und dem entsprechend selbst Theaterstücke zu schreiben. Dies übernehmen meist Ute Bauer und Katja Käser.Die Theaterstücke werden so geschrieben, dass sie sich thematisch mit einer Predigt decken. Weil Theaterstück und Predigt immer im Doppelpack kommen, vermeiden wir es, im Theaterstück zu »predigen«. Vielmehr bemühen wir uns um eine kreative Annäherung an ein Themaindem wir alltägliche Charaktere darstellen, mit denen sich unsere Zuschauer identifizieren können. Eine ganze Reihe unserer Stücke sind nicht direkt »christlich«, aber sie passen inhaltlich zu einer biblischen Aussage. Die Theaterstücke stellen vor allem auch einen Versuch dar, mit kirchendistanzierten Menschen zu kommunizieren. Von daher ist es wichtig, dass der/ diejenige, der die anschließende Ansprache hält auch das Theaterstück kennt und gesehen hat.   

Die Ansprache. Thema statt Perikope

Die Gottesdienste sind geprägt von einem Thema. Es wird versucht, die einzelnen Elemente zu diesem Thema hin zu gestalten. Das Ziel ist, Lebensthemen und Schlüsselthemen des Glaubens miteinander zu verbinden. In der Predigt steht das Thema im Mittelpunkt, manchmal führt sie zu einem Bibeltext hin. Die Erfahrung zeigt, dass heute Menschen durchaus bereit und gewillt sind, einer 20-minütigen Predigt zu folgen, wenn diese Predigt etwas mit ihrer Lebenswelt zu tun hat. Die Theaterstücke bereiten den Einstieg auf eine lockere Art vor. Der Prediger, die Predigerin kann an das Theaterstück anknüpfen, das meist eine Alltagsszene darstellt und dann weiterführen. Wichtig ist, dass er/ sie die Sprache der Gottesdienstbesucher spricht, bzw. von ihnen verstanden wird. Es ist nicht so einfach sich auf das andere Publikum und die andere Atmosphäre einzustellen

Ein Beispiel für einen Predigtanfang gefällig?

Neuer Wein Gottesdienst – 27.02.2002 - UlsenheimThema: Generationenkonflikt „Ich werde heute ganz Pauschal von den Jungen und den Alten reden – ich hoffe die Alten nehmen mir das nicht sooo krumm – ich gehöre ja jetzt auch bald zu den UHU’s – was in dem Fall die unter hundertjährigen bedeutet. Und ich denke in den Augen von manchem Jugendlichen gehör ich auch schon zu den Grufties – den eben etwas ergrauteren Menschen. Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen Ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.Sokrates 430 vor Christus!So hat unser Theaterstück aufgehört.Wenn wir uns diesen Spruch ansehen und die heutige Wirklichkeit müssen wir sagen – Konflikte zwischen den Generationen hat es schon immer gegeben. Und wenn wir uns die Zukunft anschauen müssen wir feststellen, dass es da nicht leichter wird.  Wie können diese Konflikte gelöst werden?“ 

Die Teams

Um die Gottesdienste durchzuführen, haben wir drei offene Teams, die im Lauf der Zeit gewachsen ist. Beraten und beschließen, wie der Gottesdienst ausschaut - das ist eine gemeinsame Sache. Weil wir aber Menschen in unseren Dörfern haben, die vielfältige Gaben besitzen, laden wir immer einige ein, z.B. bei den Theaterstücken mitzuarbeiten, oder die Fürbitten zu lesen. Drei Gottesdienstformen sollen im monatlichen Rhythmus je 4 mal angeboten werden. Die Möglichkeit zum „spontanen“ agieren soll bestehen bleiben, trotzdem ist ein gewisse Planung nötig. Es besteht auch die Möglichkeit aus Familien, Neuen Wein und Freiluftgottesdienst ein Konglomerat zu bilden – einen Multigottesdienst.Wichtig erschein, dass es für jede Gottesdienstform einen Leiter(in) und Coleiter(in) gibt, die sich alle 3 Monate mit dem Pfarrer treffen um das gemeinsame Vorgehen zu koordinieren. Sonst arbeitet jedes Team für sich selbstständig. Die Musik in den Gottesdiensten soll möglichst wenig aufwendig gestaltet werden. Einbeziehung von Multimedia ist auch möglich. „Verpflegung“ nach dem Gottesdienst muss auch nicht notgedrungen dabei sein, ist aber schön. Wir haben mit Klaus und Henry Cateringerfahrene Männer.   

Verantwortliche für die Teams sind momentan:

Familien: Helga Büchler, Christina Haag
Neuer wein classico: Ute Bauer, Katja Käser
Freiluftgottesdienst: Brigitte Heinkel 

Die Träubel

Damit die Menschen, die nach mehr Gemeinschaft suchen eine Gruppe bei uns finden bieten wir so eine Art „Hauskreis“ an. Unsere neuen Wein - Träubel sind Räume, in denen man sich in lockerer Atmosphäre über sein Leben und seinen Glauben austauschen kann. Im gemeinsamen Singen, Reden, Essen, Bibellesen und Beten versuchen wir in der Beziehung mit Jesus zu wachsen.Wir sprechen über unsere Zweifel, Probleme und Ängste mit dem Glauben und dem Leben. Aber auch über das, was uns freut, was uns gefällt und was uns froh und glücklich macht.Wir wollen Jesus in unseren Alltag einbeziehen - auch da, wo’s nicht einfach ist. Deshalb machen wir von zeit zu Zeit auch mal was ganz anders zusammen und gehen ins Theater, oder Kino....Wir sind etwa 12 Leute und treffen uns alle zwei Wochen. Wir möchten, dass sich unser Träubel vermehrt und wächst und gedeiht und gute Frucht bringt, so wie ein Weinträubel auch. 

Gottesdienst anders

Als wir vor 13 Jahren mit der anderen Gottesdienstform anfingen ging es uns darum das Lebensgefühl der Menschen anzusprechen, die auf der Suche nach Gott sind, aber mit dem herkömmlichen Sonntag-morgen-gottesdienst nichts anfangen können. Weil die Liturgie und Orgelmusik den Sonntag-morgen-gottesdienst so sehr prägt, spricht diese Gottes-dienstform eben auch mehr die über 50jährigen Gemeindeglieder an. Die Gottesdienstzeit am Sonntagmorgen spricht die wenigsten Jugendlichen an. Und für viele Familien ist das der Zeitpunkt um mit den kleinen Kindern zusammen zu frühstücken.Wir brauchen in unserer heutigen Zeit unterschiedliche Gottesdienstformen und Konzepte. Die hat es bisher auch gegeben: Kindergottesdienst, Krabbelgottesdienst, Seniorenabendmahl, Passionsandacht, Osternacht, Festgottesdienste, Motorradgottesdienste etc. . In unserer Region machen wir gute Erfahrungen mit Gottesdiensten, die für eine bestimmte Ziel– bzw. Altersgruppe konzipiert sind. So hat sich neben den Neuen Wein Gottesdiensten mit dem Windows to heaven ein Jugendgottesdienst etabliert(www.w-t-h.de), der nicht nur für volle Kirchen sorgt, sondern die Jugendlichen aus den Dörfern in offener Weise vernetzt und inspiriert. Das prägende dieses Gottesdienstes ist neben Theater und Ansprache die jugendgemäße Musik, die von einer Band im Pop– und Rocksound präsentiert wird. Das Kommt nicht nur bei Jugendlichen an, sondern auch bei deren Eltern, die mit Liedern wie „Knocking on heavens door“ aufgewachsen sind. Momentan ist nach einem Kirchenvorsteherinnenseminar ein Kreis entstanden, der die Thomasmesse dekanatsweit anbieten wird. Selbst die zuerst kritisch beäugte Salbung scheint mit einer einfachen liturgischen Form gut anzukommen. Es braucht also vielfältige Gottesdienstformen, um die Sehnsüchte der Menschen nach Liebe, Geborgenheit und Gemeinschaft zu stillen. Diese Vielfalt ist auch Ausdruck der vielen Gaben, die Gott uns gegeben hat. Kommt es da nicht zu Konkurrenz, wenn die Menschen in die Nachbargemeinde gehen, oder in die Dekanatskirche? Für mich findet ehr eine Bereicherung statt. Jörg Knolauch hat einmal gesagt. „Wenn die Flut kommt heben sich alle Schiffe im Hafen.“ 

 
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